Die Familie Jenisch kann auf eine um 1349 beginnende Ahnenreihe zurückblicken. Den Sohn unseres ältesten Jenisch-Ahnen, Bartolomäus Jenisch, finden wir im Gnadenjahr 1450 als alle Welt dorthin zog, um Ablaß zu erhalten in Rom. Bei einem auf der Tiber-Brücke durch zwei sich kreuzende Pilgerzüge entstandenen Gedränge wurde er mit über 300 Menschen in den Fluß gedrückt. Er wurde jedoch von einem Fenster aus aus dem Fluß hochgezogen.
Sein Vater, ebenfalls Bartolomäus (1349 - 1438) war auch Kaufmann in Augsburg. Der Sohn unseres Ahnherrn Hansz geb. zu Augsburg 1469, Joachim (1505 - 1575) Bürgermeister zu Augsburg. hatte 12 Kinder. Als 10. Kind Melchior (1550 - 1621) heiratete 1578 Elisabeth Haintzlin. Aus dieser Ehe ging Simbrecht (1587 - 1645) hervor, Kaufmann in Hamburg, heiratete 1635 Esther Amsing. Simbrecht begründete die Hamburger Linie. |
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Im Mannesstamm folgen:
Paul Jenisch, Kaufmann in Hamburg (1640 - 1683)
Paul Jenisch, Senator und Kaufmann in Hamburg (1680 - 1745)
Emanuel Jenisch, Senator und Kaufmann in Hamburg (1725 - 1783)
Martin Jenisch, Senator und Kaufmann in Hamburg (1760 - 1827)
Seine Tochter Emilie Jenisch, heiratete 1816 Johann Wilhelm Rücker, Kaufmann in Hamburg, Luise Rücker, heiratete 1848 Bernhard Ernst von Bülow, er starb 1879 in Frankfurt/M, Bernhard Fürst von Bülow (1849 - 1929) war 1900 deutscher Reichskanzler.
Der Mannesstamm ist 1875 erloschen, fortgeführt von den Freiherren von Jenisch des Stammes Rücker.
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Das Haus in Klein-Flottbek wurde in dem Park von dem Kaufmann und Sozialreformer Baron Caspar von Voght 1752 - 1839 erbaut, der den Besitz 1828 an Martin Johann Jenisch verkaufte. Nach Jenisch's Tod und dem Tod seiner Witwe fiel der Besitz 1881 an einen Neffen.
Nach dessen Tod pachtete die Stadt Altona den Park, um ihn der Öffentlichkeit zu erhalten. Emanuel und Martin fanden ihre letzte Ruhestätte in einem Mausoleum in Olsdorf.
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Wir, die Frankfurter, folgen jedoch der Stuttgarter Linie, die von Paul Jenisch 1558 - 1647 begründet wurde. Er wurde in Antwerpen, wo der Vater eine Filiale betrieb, geboren. Der 8 jährige Junge mußte mit seinen Eltern vor den Wirren des Herzog Alba nach Augsburg fliehen. Dort wurde er wegen seines protestantischen Eifers verfolgt. Nach der Vertreibung (1595) war er als Lautenist in der Herzoglichen Kapelle in Stuttgart tätig. Er hinterließ zwei Stammbücher, die heute zu den Kostbarkeiten der Württembergischen Landesbibliothek in Stuttgart zählen. Die nachstehenden Regeln für die zwischenmenschlichen Beziehungen, die heute ihre Gültigkeit nicht verloren haben, haben wir einem der Stammbücher entnommen.
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Gott fürchten mit Beständigkeit
sein Wort lernen mit Einigkeit
Danach ehren die Obrigkeit
und lieben Zucht und Ehrbarkeit
regieren mit Erfahrenheit
und herrschen mit Fürsichtigkeit
Gewalt üben mit Bescheidenheit
Verschonen nach Gelegenheit
doch Gnad erzeigen nach Billigkeit.
Auch ernsthaft sein mit Glindigkeit
und gütig sein mit Tapferkeit
allzeit recht tun ohn Unterscheid
nicht Unrecht tun mit Wissenheit
sich hüten vor Leichtfertigkeit
und meiden all Vermessenheit
dazu nichts tun aus Zornigkeit
daß man begeh kein grob Torheit
und stets sehn auf gemein Frommheit.
Nicht suchen Eigennutzigkeit
befleißigen sich der Mäßigkeit
und hüten sich vor Trunkenheit.
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Hans Oskar Jenisch, 1864 in Gerdauen / Ostpreußen geboren, gründete 1904 das " Erstes Spezialgeschäft am Platze " für Farben, Lacke und Pinsel, das Farbenhaus Hans Jenisch, Frankfurt am Main, Großer Hirschgraben 14.
Dies hier schreibt Hans Carl Jenisch (1927). Er hat mit seiner Frau Inge 2 Kinder, Ronald (1964) und Andrea (1968).
Ronald ist mit Lynn verheiratet. Aus dieser Ehe wird die Ahnenreihe fortgesetzt, mit ihren beiden Söhnen Bennett (1991) und Taylor (1994).
Wir verdanken diese Familien-Chronik Paul Jenisch und seinen Vettern Paul und Georg Paul.
Sie waren während des 30 Jährigen Krieges evangelische Pfarrer und sorgten für die Überlieferung.
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Johann Karl Ferdinand ist Ur-Ur-Großvater von Hans Carl
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Wilhelm (24.7.1828 - 7.4.1895), Kaufmann zu Riga
Wilhelm (William) war das 4.Kind das Johann Karl Ferdinand Jenisch (21.5.1789 - 7.8.1850), Dr. Regts. Arzt zu Frankfurt an der Oder, verheiratet mit Auguste-Emilie Rosamunde, geb. Götze ( 5.9.1798 - 1855, Tochter des Oberarztes Götze am Militärwaisenhaus zu Potsdam).
Wilhelm Jenisch kam im Jahre 1854 als junger Kaufmann nach Berlin. In Berlin lernte er ein 16- jähriges Fräulein kennen. Beide jungen Menschen verliebten sich ineinander. Sie war die am 28.9.1838 geborene Tochter Louise des Schneidermeisters Lops.
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Zwischen Wilhelm und Louise kam es zu einer Verlobung. Als Wilhelm dann seiner Braut eröffnete, dass er nach Amerika auszuwandern gedenke, verweigerte Louise ihm die Folgeschaft.
Die Ehe wurde nicht geschlossen und Wilhelm reiste ab. Er soll sich in Amerika eine Kaffeeplantage
gekauft oder gepachtet haben. Jedenfalls exportierte er Rohkaffee nach Deutschland und machte gute Geschäfte. Es waren 20 Jahre vergangen, die Brautleute hatten wohl keinen Kontakt mehr, da fiel William Jenisch, wie er sich inzwischen nannte, in Amerika eine von Aussiedlern mitgebrachte Berliner Zeitung in die Hände. Er studierte neugierig den Inhalt und fand zu seiner Überraschung die Todesanzeige seines Schwagers Moritz Lops, der als noch junger Familienvater etwa im Jahre 1874 verstorben war. Unter den trauernden Hinterbliebenen fand er den unveränderten Namen seiner Braut. Er erwarb eine Wanduhr als Brautgeschenk, reiste nach Berlin, erkundigte sich bei Bekannten noch einmal vorsichtig, ob Louise wirklich noch unverheiratet war sie war es und machte ihr erneut einen Heiratsantrage. Louise war inzwischen 36 Jahre alt und er 46. William Jenisch und Louise Lops heirateten am 2.6.1874 in Berlin. Seiner Bitte, ihm nunmehr nach Amerika zu folgen, widersetzte sich Louise mit Nachdruck. Sie wollte lieber zu Ihrer Schwester Anna nach Riga ziehen. William gab nach und kaufte im Weichbild der Stadt Riga ein sehr schönes Anwesen Schreyenbusch.
Dort in Schreyenbusch errichtete er die Fabrikationsanlagen für seine Kaffeerösterei, führte aus Amerika seinen Rohkaffee ein und belieferte seine Kunden mit allerlei unterschiedlichen Kaffeesorten.
William und Louise bekammen drei Kinder, ein Stammhalter war leider nicht dabei. Die älteste Tochter Elfriede (23.3.1875-5.10.1900) heiratete Eugen Markuschewitsch und zog nach Orel. Sie starb währen der ersten Schwangerschaft. Erna (24.2.1876) war sehr wählerisch und blieb unverheiratet, während Elsa (3.6.1877) recht spät mit 35 Jahren (31.1.1912) den Dr. med. Georg Schulze heiratete. Sie blieben kinderlos.
Als William am 7.4.1895 starb, führte zunächst seine Witwe Louise die Firma weiter.
Schließlich trat Bernhard Peterson als Geschäftsführer ein. Nach einem Schlaganfall musste er das Kaffeegeschäft aufgeben. Die Liegenschaft Schreyenbusch wurde verkauft.
Die Damen Mutter Louise und Erna zogen in die Stadt und lebten von dem Restvermögen, Elsa mit dem Arzt Schulze. 7.4.1919 starb Louise Jenisch und 1926 Dr. med. Schulze. So waren die Schwestern wieder alleine.
Erna und Elsa zogen 1936/37 bereits nach Lübeck. Später zogen sie in ein Altersheim in der Nähe des bisherigen Wohnsitzes in Lübeck. Nach dem Tode von Elsa lebte Tante Erna dann in einem Altersheim auf dem Priwall in Travemünde, wo sie verstarb.
William Jenisch hatte einen Bruder Oskar Jenisch, der in Tolksdorf/Ostpreußen Landwirt war. geb. am 3.12.1831, gest. am 25.3.1907 (Ur-Großvater von Hans Carl Jenisch).
Im Mittelalter waren die Familien Kinderreich, 10 - 12 Köpfe waren keine Seltenheit und diese hatten auch Nachkommen und die wiederum u.s.w.
Autor dieser Chronik: Hans Carl Jenisch
Heute sind die Jenischs in aller Welt ansässig.
Wer weiß mehr von den Jenischs? Über jede Kontaktaufnahme freuen wir uns.
Hans Carl Jenisch
Farben Jenisch GmbH, Königsbergerstr. 10, 60487 Frankfurt
Tel. 069/97900138 Fax 069/97900103
E-Mail: jenisch@farben.com
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